Thomas Greulich

Rechtsanwaltskanzlei

Honorar / Gerichtskosten

Die Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, werden Sie mir dies schon bei Ihrem ersten Gespräch mitteilen. Ich werde mich in Ihrem Auftrage um eine kurzfristige Deckungszusage ihres Rechtsschutzversicherers, d.h. um die Erklärung ihres Rechtsschutzversicherers zur Übernahme des kostentragenden Rechtsschutz in Ihrer Rechtsangelegenheit bemühen.

Inwieweit und in welchem Umfang dann schließlich ihr Rechtsschutzversicherer Deckungszusage erteilt, richtet sich nach den im Versicherungsvertrag zwischen Ihnen und Ihrer Versicherungsgesellschaft vereinbarten Bedingungen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. So haben Sie die Möglichkeit die Rechtsgebiete, für die Rechtsschutz gewährt werden soll ebenso zu vereinbaren, wie etwa die Höhe der Selbstbeteiligung an den Kosten des Rechtsstreits. Dabei ist zu beachten, dass die Rechtsschutzversicherer in ihren Bedingungen von vornherein schon bestimmte Rechtsgebiete vom Versicherungsschutz, wie z.B. das Ehescheidungsverfahren oder den Erbschaftsprozess ausgenommen haben.

Mit ihrem Rechtsschutzversicherer vereinbart ist auch die Laufzeit des Versicherungsvertrages. Der Rechtsschutzversicherer gibt darüberhinaus für einzelne Rechtsschutzfälle eine sogenannte Wartefrist vor, die hinterlegt werden muss, bevor Sie den Rechtsschutzversicherungsvertrag in Anspruch nehmen können. So muss der Rechtsschutzfall während der Laufzeit des Versicherungsvertrages aufgetreten sein. Eine nachträgliche Versicherung eines bereits eingetretenen Schadensfalls ist nicht möglich.

Im Zweifel klären ich mit Ihrem Rechtsschutzversicherer die Kostenübernahme. Im Zusammenhang mit der Unterzeichnung der Mandatsvereinbarung können Sie mich zudem anweisen, dass von mir veranlasste kostenauslösende Maßnahmen, wie z.B. die Klageerhebung erst dann begonnen oder weitergeführt werden, wenn der Rechtsschutzversicherer Deckungszusage erteilt hat.

Der Rechtsschutzversicherer übernimmt für jeden Fall einer erteilten Deckungszusage die Gebühren und Auslagen des eigenen Rechtsanwalts, des gegnerischen Rechtsanwalts und die Gerichtskosten in der gesetzlichen Höhe nach den Festlegungen des Rechtsschutzversicherungsvertrages. Sie werden also im Regelfall vom allgemeinen Prozesskostenrisiko freigestellt und haben auch dann nur den mit Ihrem Rechtsschutzversicherer vereinbarten Selbstbehalt zu zahlen, wenn der Prozess für Sie verloren geht.